August

topsoft, Zürich

Business Software und IT-Infrastruktur Messe
28. und 29. August
www.topsoft.ch

Sindex, Bern

Treffpunkt der Schweizer Technologiebranche
28. bis 30. August
www.sindex.ch

September

AMB, Stuttgart

Internationale Messe für Metallbearbeitung
18. bis 22. September
www.messe-stuttgart.de/amb

Experience Additive Manufacturing, Augsburg

Internationaler Multi-Location-Event für Additive Fertigung
25. bis 27. September
www.experience-am.com

Oktober

ILMAC, Lausanne

Fachmesse für Prozess- und Labortechnologie
3. und 4. Oktober
www.ilmac.ch

Motek, Stuttgart

Internationale Fachmesse für Montage- und Handhabungstechnik
8. bis 11. Oktober
www.motek-messe.de

Bondexpo, Stuttgart

Fachmesse für industrielle Klebetechnologie
8. bis 11. Oktober
www.bondexpo-messe.de

ALUMINIUM, Düsseldorf

Weltmesse und Kongress
9. bis 11. Oktober
www.aluminium-messe.com

Schweiger Werkzeug- und Formenbau ist auf die Bearbeitung grosser Werkstücke und tiefer Kavitäten spezialisiert. Für deren Bearbeitung nutzen die Frässpezialisten Haimer-Schrumpf­aufnahmen, zum einen Teil aus dem grossen Standardprogramm und zum anderen Sonder­entwicklungen.

Schnittstelle für prozesssicheres Zerspanen

Dihawag AG
Zürichstrasse 15
CH-2504 Biel

Telefon +41 (0)32 344 60 60
www.dihawag.ch
info@dihawag.ch

www.haimer.com

Schlank, laufruhig und in verschiedensten Sonderformen: Eine mittlerweile vierstellige Zahl von Haimer-Schrumpfaufnahmen sorgt bei der Firma Schweiger für stabile Prozesse und hohe Präzision.

Automatisierung ist für Schweiger GmbH & Co. KG in D-82449 Uffing am Staffelsee das Mittel der Wahl, um hochpräzise Spritzgiessformen zu marktfähigen Kosten zu produzieren. Damit er die erforderliche hohe Prozesssicherheit erreicht, geht der Grossformenbauer keinerlei Kompromisse ein und verlässt sich
bei der Werkzeugspannung auf Werkzeugaufnahmen Schrumpf-, Wucht- und Werkzeugvoreinstelltechnik des Systemanbieters Haimer GmbH.
Dazu gilt es, sich einem globalen Wettbewerb zu stellen, der unter anderem enormem Kostendruck ausgesetzt ist. Geschäftsführer Anto Schweiger als gelernter Werkzeugmacher und sein Team haben sich darauf ein- und entsprechend aufgestellt. Sie setzen auf eine automatisierte und absolut zuverlässige Prozesskette, an deren Ende Spritzgiesswerkzeuge stehen, die allen Anforderungen gerecht werden. So baute das Unternehmen 2016 eine neue Produktionshalle und investierte unter anderem in zwei 5-Achs-Bearbeitungszentren DMC 210U und 270U von DMG MORI, die in der Lage sind, selbst XXL-Bauteile in einer Aufspannung komplett zu bearbeiten. Mit einer entsprechenden Palettenautomatisierung ausgestattet, laufen die Maschinen an sieben Tagen pro Woche rund um die Uhr – und das bei ­einem personellen Einschichtbetrieb. An den Wochenenden ist komplett bedienerlose Zeit. Dafür bedarf es höchster Prozesssicherheit über alle relevanten Komponenten und Funktionen hinweg.
Insofern hat Anton Schweiger seinen Fokus auch auf die Werkzeugspanntechnik gelegt, die oft unterschätzte Schnittstelle zwischen Spindel und Werkzeug. Sie trägt grosse Verantwortung für die Qualität der Zerspanung, die Lebensdauer der Spindel und Standzeit der Werkzeuge. Die Frässpezialisten bei Schweiger schwören diesbezüglich auf die Zusammenarbeit mit der Haimer GmbH.

Qualität macht den Unterschied
Hauptargument für die intensive Zusammenarbeit ist für Schweiger-Fertigungsleiter Andreas Or­terer die gelieferte Qualität: «Bei Haimer-Produkten können wir uns sicher sein, stets die Qualität zu bekommen, die unseren hohen Anforderungen entspricht.» So verwendet Schweiger mittlerweile eine vierstellige Zahl von Haimer-Werkzeugaufnahmen mit Schrumpftechnik. Ausserdem stehen zwei Power Clamp-Schrumpfgeräte und ein Tool Dynamic-Wuchtgerät in der Fertigung. Andreas Orterer ergänzt: «Von Haimer bekommen wir alles rund um die Werkzeugspannung aus einer Hand, was uns sehr entgegen kommt. Zudem merkt man den Schrumpf- und Wuchtgeräten an, dass sie von Praktikern entwickelt wurden. Sie lassen sich völlig unkompliziert bedienen und führen zu schnellen Ergebnissen.»
Das gilt ebenfalls für das Microset Werkzeugvoreinstellgerät UNO autofocus 20|70, das bei Schweiger zwischen den Schrumpf- und Wuchtgeräten steht. Auch dieses ist inzwischen ein «Haimer»-Produkt, nachdem das bayerische Unternehmen die Microset Werkzeugvoreinstelltechnik in Bielefeld Anfang 2017 übernommen hat. Gegenüber der manuellen Version ist das UNO autofocus in der Lage, die zu messende Schneide automatisch in der C-Achse zu fokussieren. Insbesondere bei Werkzeugen mit mehreren Schneiden am Umfang erweist sich diese Option als enorm zeitsparend. Unterm Strich erlaubt das Gerät dank der Voreinstellung ausserhalb der Maschine Rüstzeitverkürzungen bis zu 70 Prozent.
Andreas Haimer, Geschäftsführer der Haimer GmbH, erklärt: «Mit der Übernahme der Microset Werkzeugvoreinstelltechnik sind wir zum Systemanbieter für das Werkzeugmanagement geworden. Microset komplementiert unser bestehendes Portfolio aus hochpräziser Werkzeug-, Spann-, Schrumpf- und Auswuchttechnik perfekt, sodass wir unsere Kunden noch umfassender unterstützen können.»

Automatisch höchste Rundlaufgenauigkeit
Wie zufrieden Anton Schweiger, im «Nebenberuf» Vizepräsident des Verbands Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF), mit seinem Partner Haimer und dessen Werkzeugaufnahmen ist, lässt sich daran bemessen, dass er sie seit mehr als zwei Jahrzehnten nutzt. Als der Werkzeugbauer vor etwa 20 Jahren die erste HSC-Maschine kaufte, stieg er wegen der besseren Rundlaufgenauigkeit von mechanischen Spannzangenfuttern auf die von Haimer angebotenen Schrumpfaufnahmen um. Gegenüber den Produkten anderer Anbieter überzeugten ihn die Haimer Schrumpffutter durch höchste Qualität, «die Haimer so wie wir als Unternehmensziel formuliert. Bei den Schrumpffuttern macht sich dies zum Beispiel in der Rundlaufgenauigkeit bemerkbar, die im Standard durchgängig unter 3 µm liegt.»
Für die Uffinger Werkzeugbauer ist das eine wichtige Voraussetzung. Schliesslich fertigen sie nicht irgendwelche Spritz­giesswerkzeuge für billige Verbrauchsartikel, sondern anspruchsvollste Formen für Premiumfahrzeuge, zum Beispiel jene, mit denen die Abdeckscheiben von Frontscheinwerfern im 2-Komponenten-Spritzguss hergestellt werden. Bei den Endprodukten akzeptieren die sehr anspruchsvollen Kunden nicht die geringsten Schönheitsfehler. Dem­entsprechendes gilt für die Spritzgiesswerkzeuge: In der Regel sind spiegelnde Oberflächen zu erzeugen und Toleranzen kleiner 0,02 mm einzuhalten.
Ein Schwerpunkt in der Fertigung bei Schweiger sind Fräsarbeiten für komplexe Grossformen, wobei einzelne Werkstücke bis zu 9 Tonnen wiegen können. Die Kavitäten sind häufig sehr tief. Oft sind es 300 bis 400 mm, immer wieder auch 500 oder 600 mm, die gemeistert werden müssen. Das erfordert schlanke Schrumpfaufnahmen und den Einsatz von Schrumpffutter-Verlängerungen sowie Werkzeugen mit extrem langem Schaft. «Auch das ist eine Stärke von Haimer. Das Unternehmen bietet schon im Standard eine grosse Vielfalt an Werkzeugaufnahmen. Bei Bedarf bekommen wir aber stets verschiedenste Sonderausführungen geliefert», betont Fertigungsleiter Orterer. Dabei weist er nochmals auf die extrem guten Rundlaufeigenschaften hin, die für Standard- und Sonderaufnahmen gleichermassen gelten. Sie tragen nicht nur zu exzellenten Zerspanungsergebnissen bei, sondern schonen auch die Spindel und Werkzeuge.

Hohe Standzeiten ermöglichen mannlosen Betrieb
Eine längere Spindellebensdauer spart zwar erhebliche Kosten, doch noch wichtiger sind die hohen Standzeiten für die automatisierte Produktion. «Um mannlos bearbeiten zu können, benötige ich ein absolut zuverlässiges, möglichst langlebiges System aus Spindel, Aufnahme und Werkzeug», erläutert Anton Schweiger. Denn viele der grossen Spritzgiesswerkzeuge bearbeitet Schweiger automatisiert in einer Aufspannung – ununterbrochen 40 bis 50, manchmal auch 100 Stunden lang. Ein Werkzeugbruch oder gar ein Spindelschaden während des mannlosen Betriebs wäre fatal. Auch für die zu erzielende Oberflächenqualität ist die steife und stabile Verbindung wichtig. «Ein Schlüssel dazu sind die Haimer-Werkzeugaufnahmen», ergänzt der Firmeninhaber, «die ein prozesssicheres Arbeiten ermöglichen.»
Nicht jede Anforderung des Uffinger Werkzeugbauers lässt sich mit Standardwerkzeugaufnahmen optimal erfüllen. Besonders dann schätzt Anton Schweiger den engen Austausch mit den Haimer-Spezialisten und die Flexibilität des Igenhausener Unternehmens. «Für uns ist es wichtig, dass Haimer ein offenes Ohr für die Anwender hat», betont der Unternehmer. So reagiert sein Ansprechpartner Oliver Lechner, Haimer-Vertriebsleiter Süddeutschland, stets schnell auf Anfragen. Lechner dazu: «Wir liefern der Firma Schweiger dann die benötigten Sonderanfertigungen, wie zum Beispiel spezielle, konisch geformte Messerkopfaufnahmen, mit denen sich Kavitäten bis zu 360 mm Tiefe bearbeiten lassen.» Anton Schweiger ergänzt: «Diese Aufnahmen sind perfekt auf die Werkzeugdurchmesser und die jeweiligen Kavitäten abgestimmt. Damit kann ich die Maschinen bedenkenlos ohne Beaufsichtigung arbeiten lassen – selbst beim Schruppen.»