Oktober

November

Arbeitssicherheit Schweiz, Bern

Fachmesse für Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz
10. bis 12. November
www.arbeits-sicherheit-schweiz.ch

GrindTec, Augsburg

Internationale Fachmesse für Schleiftechnik
10. bis 13. November
www.grindtec.de

electronica virtual, München

Plattform für Komponenten, Systeme und Anwendungen der Elektronik
10. bis 13. November
www.electronica.de

formnext virtuell, Frankfurt a.M.

Branchenplattform für Additive Fertigung und industriellen 3D-Druck
10. bis 13. November
www.messefrankfurt.com

Medica virtual, Düsseldorf

Weltforum der Medizin – internationale Fachmesse für Medizintechnik
16. bis 19. November
www.medica.de

Compamed virtual, Düsseldorf

Internationale Fachmesse High tech solutions for medical technology
16. bis 19. November
www.compamed.de

Logistics & Distribution, Zürich

Branchentreffpunkt für die Logistikindustrie
18. und 19. November
www.logistics-distribution.ch

Empack, Zürich

Branchentreffpunkt für die Verpackunsindustrie
18. und 19. November
www.empack-zuerich.ch

Sind mit dem Bearbeitungsergebnis zufrieden (v.l.n.r.): Gjergi Kol (Mitarbeiter Meyer Blech Technik), Reto Thalmann (Geschäftsleiter Meyer Blech Technik AG, Brittnau) und Bertrand Laroche (Area Sales Manager Metal Processing bei der Lissmac Maschinenbau GmbH).

Schleif- und Entgrat­maschine hat sich bewährt

LISSMAC Maschinenbau GmbH
Lanzstrasse 4
D-88410 Bad Wurzach

T +49 (0)7564 307-0
www.lissmac.com
lissmac@lissmac.com

Die SBM-L G1S2 eignet sich für die beidseitige Entgratung und Kantenverrundung von gestanzten sowie laser- und feinplasmageschnittenen Werkstücken.

In der Blechbearbeitung sind optimale Kanten und Oberfläche ein Qualitätsmerkmal. Doch gerade das Schleifen und Entgraten darf aus Kundensicht meist nicht viel kosten. Wie es mit der richtigen Anlagentechnik gelingt, effiziente Abläufe zu realisieren und hochwertige Bauteile herzustellen, zeigt ein Blechbearbeiter aus der Schweiz.
Die Meyer Blech Technik AG mit Hauptsitz in CH-6022 Grosswangen ist ein klassischer Blechverarbeiter. Als Lohnfertiger ist das Unternehmen für verschiedene Branchen tätig, dazu kommt die Herstellung diverse Eigenprodukte für die Landwirtschaft. Die Kunden des Unternehmens kommen aus dem Maschinen-, Fahrzeug- und Ladenbau, dem Kunst- und Kleingewerbe sowie dem Bereich Chemie- und Pharmaanlagenbau. An den drei Standorten in Brittnau, Grosswangen und Buttisholz sind aktuell über 190 Mitarbeiter beschäftigt.
Um im Mitbewerberumfeld erfolgreich zu sein, setzt Meyer auf einen leistungsfähigen Maschinenpark. «Wir müssen so aufgestellt sein, dass wir vielfältig agieren können und in jeder Sparte die geeigneten Maschinen haben. Nur so sind wir konkurrenzfähig und natürlich auch rentabel», sagt Reto Thalmann, Geschäftsleiter der Meyer Blechtechnik AG in CH-4805 Brittnau.

Investition in bewährte Technik
Entsprechend ist es für die Meyer Blechtechnik auch wichtig, dass der Maschinenpark zukunftsorientiert und auf Flexibilität ausgerichtet ist. Neuste Anschaffung ist eine Schleif- und Entgratmaschine von Lissmac.
«Die SBM-L G1S2 eignet sich für eine hocheffektive, beidseitige Entgratung und Kantenverrundung von gestanzten sowie laser- und feinplasmageschnittenen Werkstücken in nur einem Arbeitsprozess. Gegenüber herkömmlichen Schleifmaschinen überzeugt sie durch effizientere Bearbeitungszeiten und eine Arbeitszeitersparnis von bis zu 60 Prozent», beschreibt Bertrand Laroche, Area Sales Manager Metal Processing bei der Lissmac Maschinenbau GmbH, das Potenzial der Maschine. Er hat den Anschaffungsprozess betreut.
Bei Meyer wurde mit der neuen Maschine eine wichtige Kapazitätserweiterung geschaffen. Aufgrund des stetigen Wachstums des Unternehmens und der grossen Teilevielfalt war diese Investition erforderlich. Immerhin 3,4 Millionen Teile wurden bei ­einem Materialverbrauch von zirka 5000 t im Jahr 2018 produziert.
Als die Neuanschaffung anstand, haben sich die Inhaber Urs und Alex Meyer mit Geschäfts-
leiter Reto Thalmann auf verschiedenen Messen einen Überblick über die gängige Technik verschafft. Und natürlich haben sie bei unterschiedlichen Anbietern problematische Teile bearbeiten lassen, um vergleichbare und praxisnahe Ergebnisse zu erhalten. Überzeugt hat die Lissmac-Technik letztendlich durch die Effi­zienz und die damit verbundene Zeitersparnis sowie durch das gleichmässige Entgratbild.
«Die Entscheidung für die Investition in genau diese Anlage ist sehr schnell gefallen. Wir kannten die Technik, denn am Standort Grosswangen ist eine fast baugleiche Anlage seit etwa drei Jahren im Einsatz. Diese hat sich bestens bewährt und so haben wir auf der Blechexpo 2017 entschieden, eine weitere zu kaufen.», sagt Reto Thalmann.

Gute Ergänzung zu den Nassschleifanlagen
Die Vorteile, vor allem bei der Bearbeitung von Aluminiumblechen, waren also bekannt. Das ist bei dem Schweizer Unternehmen mit mehr als 500 verarbeiteten Tonnen Aluminium im Jahr eine sehr grosse Sparte. «Die Maschine arbeitet effizient, da sie oben und unten gleichzeitig entgratet. Zudem ist die Entgratung handfreundlich. Das heisst: Man kann sich nicht schneiden und das Blech ohne Probleme anfassen. Da die Teile, die hergestellt werden, oft in Maschinen verbaut werden, ist das wichtig», nennt Reto Thalmann einige Vorteile.
Trockenbearbeitung beim Schleifen und Entgraten hat gerade bei Aluminium den grossen Vorteil, dass keine Feuchtigkeit auf den Teilen ist und somit auch keine Flecken entstehen. Für die Teile, die im Nachgang geschweisst werden hat die Trockenbearbeitung ausserdem den Vorteil, dass die Schnittkanten nicht durch die bei der Nassbearbeitung nötige Emulsion verunreinigt sind. Zum Teil werden aus diesem Grund bei Meyer ­neben den Aluminiumteilen auch Chromstahlteile auf der Lissmac bearbeitet. Somit ist die neue Anlage eine gute Ergänzung zu den einseitig arbeitenden Nassschleifmaschinen.
Ein weiterer Vorteil der Maschine ist, dass Teile mit Abmessungen von 1500x3000 mm be-
arbeitet werden können.

Maschinenpark soll Fertigungstiefe und Effizienz sicherstellen
Doch die Dimension, die für die Bearbeitung ein Vorteil ist, bedeutet natürlich auch, dass die entsprechenden Flächen in der Fertigungshalle zur Verfügung stehen müssen. Da 2018 am Standort Brittnau ein Neubau mit erweiterten Produktionskapazitäten und einer grösseren Fertigungs­tiefe entstand, wurde dieser auch mit Blick auf die neue Anlagentechnik punktgenau geplant. Der Einzug in das neue Gebäude war dann im August 2018. Heute laufen die Bearbeitungsprozesse hier in optimaler Reihenfolge, beginnend beim Zuschnitt mit biegen, bis zur kompletten Teilefertigung und deren Montage. Das Schleifen und Entgraten ist dabei integriert.
Die Lissmac SBM-L G1S2 gibt es in drei Arbeitsbreiten. Bei Meyer Blechtechnik steht sie in Grosswangen in Arbeitsbreite 1000 mm und in Brittnau in 1500 mm. «Jeder der Betriebe an den drei Standorten soll mit Maschinen ausgerüstet werden, die in der Gruppe noch nicht vorhanden sind. So kann eine grosse Fertigungstiefe und Effizienz sichergestellt werden», sagt Reto Thalmann mit Blick auf das Konzept des Maschinenparkes. Und so müssten auch weniger Arbeiten nach aussen vergeben werden.

Qualität, Preis und Lieferzeiten müssen stimmen
Reto Thalmann weiss, dass Schleif- und Entgratprozesse aus Sicht des Kunden nicht viel kosten dürfen. Deshalb ist das Oberflächenbild durchaus eine He­rausforderung. Fest steht: Wenn die Durchlaufzeiten schnell sind, so wie bei der doppelseitigen Bearbeitung mit der Lissmac, dann sind auch die Bearbeitungskosten niedriger. Zur Effizienz im Prozess trägt auch bei, dass ein schnelles Umrüsten von Stahl oder Chromstahl zu Aluminium möglich ist. Ausserdem entstehen keine Verunreinigungen der Schnittkanten wie bei der Nassentgratung und somit auch keine Probleme beim Schweissen. Und letztendlich ist durch die Trockenbearbeitung auch weniger Unterhalts- und Reinigungsaufwand nötig. Dass Lissmac seit Anfang 2019 in der Schweiz einen Servicepartner vor Ort hat, rundet das Leistungs-
paket ab.
Mit dem flexiblen Maschinenpark ist die Meyer Blechtechnik, die heute zu den grössten Unternehmen der Branche in der Schweiz zählt, für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet. Doch neben der Anlagentechnik sind es auch andere Punkte, die dem Unternehmen wichtig sind.
Für verlässliche Prozesse sorgt ein eigenes Bauteam von durchschnittlich sechs Personen, welches für betriebliche Baumassnahmen und Montagetätigkeiten verantwortlich ist sowie ein eigenes Serviceteam für die Wartung der Anlagen. Und nicht zuletzt geht es auch um eigenes Know-how: Für ein Umformteil, welches produziert werden soll, soll jetzt in Eigenentwicklung ein Werkzeug gefertigt werden.
All das ist neben der Investi-tion in neue Maschinen eine gute Investition in die Zukunft. Im November wird das Unternehmen dann auch sein 50-jähriges Bestehen feiern.