Mai

SPS/IPC/DRIVES, Parma

Internationale Fachmesse für elektrische Automatisierung, Systeme und Komponenten
28. bis 30. Mai
www.spsitalia.it

Juni

automation & electronics, Zürich

Schweizer Fachmesse für Industrie und Wissenschaft
5. und 6. Juni
www.automation-electronics.ch

Stage 7, Zürich

Industrielle Prozesse
5. und 6. Juni
www.easyfairs.com

Vierländer Lieferantenbörse, Dornbirn

Treffpunkt der Industrie
6. Juni
www.lieferantenboerse.messedornbirn.at

EPHJ - EPMT - SMT, Genf

Eine Fachmesse, drei Bereiche. EPHJ: Uhrmacherei - EPMT: Technologische Innovationen und Hochpräzision - SMT: Medizintechnik
18. bis 21. Juni
www.ephj.ch

LASER World of PHOTONICS, München

Weltleitmesse und Kongress für Komponenten,
Systeme und Anwendungen der optischen Technologien
24. bis 27. Juni
www.world-of-photonics.net

Rapid.Tech, Erfurt

Internationale Fachmesse & Konferenz für Additive Manufacturing
25. bis 27. Juni
www.rapidtech.de

SENSOR+TEST, Nürnberg

Internationale Fachmesse für Sensorik, Mess- und Prüftechnik
25. bis 27. Juni
www.sensor-test.com

Merima hat sich auf Werkzeuge bis 1500 mm Grösse und Serienfertigung spezialisiert.

Präzise in Form gebracht

Tebis Technische
Informationssysteme AG
Einsteinstrasse 39
D-82152 Martinsried/Planegg

T +49 (0)89 81803-0
www.tebis.de
info@tebis.com

Lars Weiss, Leiter Entwicklung und Konstruktion, arbeitet täglich mit der Tebis BRep-Verformung.

Die Merima Präzisions-Werkzeugbau GmbH aus D-74336 Brackenheim hat sich auf komplexe Stanz- und Folgeverbundwerkzeuge spezialisiert. Das Unternehmen ist vorwiegend für die Automobilindustrie tätig und begleitet seine Kunden über die gesamte Prozesskette hinweg von der Bauteile­entwicklung bis zur Serienreife. Besondere Erfahrungen besitzt der Werkzeugbauer bei Transferwerkzeugen im Bereich der Blechumformung. Der Anspruch: Werkzeuge in höchster Qualität herzustellen – dafür verwendet Merima bereits seit 1996 Tebis Software.
Das 1988 gegründete Familienunternehmen beschäftigt heute rund 40 Mitarbeiter. Der ­Maschinenpark umfasst sieben Maschinen, darunter zwei Portalfräsmaschinen und mehrere 5-Achs-Bearbeitungszentren sowie Pressen. 2013 wurde Merima von der GSU Stanz- und Umformtechnik GmbH aus D-71636 Ludwigsburg übernommen und erweiterte sein Portfolio um die Fertigung kleinerer Werkzeuge und die Serienfertigung. Das war nicht nur wirtschaftlich eine Herausforderung, sondern auch für die Konstruktion und Fertigung. Merima baute das neue Standbein konsequent aus. Aus der heiklen wirtschaftlichen Situation arbeitete sich das Unternehmen durch die neu geschaffenen Kapazitäten in der mechanischen Fertigung erfolgreich heraus. «Das war harte Arbeit, aber es hat sich gelohnt, wir schreiben heute schwarze Zahlen», betont Björn Wind, Teamleiter Arbeitsvorbe­reitung und NC-Fertigung bei Merima.
Björn Wind arbeitet seit 1999 bei dem Präzisionswerkzeugbauer und hat dort schon viele Veränderungen mitgestaltet. Was ihn am meisten umtreibt, ist die Angst vor Betriebsblindheit: «Wer rein aus Gewohnheit alles immer gleich macht, verliert schnell den Anschluss.» Damit das nicht passiert, ist er offen für Veränderungen und schätzt den Blick von aussen. Den warf Tebis Consulting in den Jahren ab 2006 auf das Unternehmen.
Die Tebis-Berater analysierten alle Prozesse und zeigten Verbesserungsmöglichkeiten auf. Vor allem eins lief damals problematisch: Unklare Zuständigkeiten hielten immer wieder den Fertigungsprozess auf. Abhilfe schaffte die Einführung von eindeutigen Verantwortlichkeiten und Rollenverteilungen, sodass Arbeitsaufgaben nun klar zugeordnet werden können. Darüber hinaus implementierte Tebis-Prozessbibli­otheken und standardisierte die Programmierung, um Produk­tionsfehler von vornherein zu vermeiden und Abläufe zu vereinfachen.

Hochwertig und präzise fertigen
Besonders die Prozesse der Arbeitsvorbereitung und -steuerung geniessen bei Merima einen hohen Stellenwert, um die Fertigungsabläufe bestmöglich zu gestalten. «Unser Ziel ist die Null-Fehler-Produktion», sagt Björn Wind. Dazu pflegen Mitarbeiter ausführliche Lastenhefte, in denen sie jedes Bauteil bewerten, Fertigungsgruppen zusammenfassen und Belegungspläne für Maschinen sowie manuelle Arbeiten erstellen. «Das ermöglicht eine durchgängige Prozesskette, sodass wir Bauteile aus der Entwicklung schnell zur Fertigung bringen können.»
Für die anspruchsvollen Kunden aus der Automobilbranche sind höchste Oberflächenqualitäten ein Muss. Um Werkstücke für die Blechumformung zu entwickeln, verwendet der Werkzeugbauer die Simulationssoftware Autoform. «Daraus müssen wir häufig Daten nach Tebis importieren, was immer korrekt läuft», sagt Björn Wind. Früher sei der Umgang mit Flächen ein echter Flaschenhals gewesen: Netze einlesen, Änderungen einarbeiten, Flächenrückführung berechnen – alles ein grosser Aufwand. Dennoch habe es viel manuelle Nacharbeit gegeben. «Wofür wir früher eine Woche brauchten, das erledigen wir heute mit der Tebis BRep-Verformung an einem Tag, und auch die manuelle Nacharbeit hat abgenommen», erzählt Björn Wind. «Ausserdem reduziert die gute Wirkflächenaufbereitung unsere Tryout-Zeit deutlich.»

Schnell und sicher durch Automatisierung
Für den Teamleiter muss eine Software einfach anzuwenden sein und die Arbeit erleichtern. Bereits während der Konstruk­tion versucht man bei Merima, alles auf eine gute und möglichst einfache Programmierung auszurichten. Der Grund: So müssen sich nicht zwei Mitarbeiter mit den gleichen Aufgaben beschäftigen – mit unterschiedlichen Ergebnissen. Äusserst hilfreich ist dafür die stetige ­Automatisierung mit Tebis-Schablonen, in denen das Methodikwissen festgehalten ist. «Das bringt uns mehr ­Sicherheit und einen spürbaren Geschwindigkeitsvorteil», betont Wind. Merima verwendet Schablonen für alle Bearbeitungsarten, darunter Regelfeatures für 2,5D zur einfachen und exakten NC-Programmierung. Alle Features sind mit einer genauen Bearbeitungsvorschrift verknüpft, bei der die richtigen Frässtrategien schon hinterlegt sind. Der Programmierer muss nur noch die passende Schablone auswählen. Diese Automatisierung förderte bei Merima auch eine mannarme Fertigung: ­Früher waren fünf Programmierer im Drei-Schicht-Betrieb an drei Maschinen beschäftigt. Heute arbeiten nur noch zwei Programmierer mit sieben Maschinen – und das in zwei Schichten.

Digital hinterlegtes Fertigungswissen
Präzise Blechumformung erfordert viel Erfahrung und Fachwissen. Merima setzte deshalb schon früh auf Wissensbibliotheken. «Wer sein Fertigungswissen nicht dokumentiert, verbrennt schlichtweg Geld», ist Wind der Meinung. Die Prozessbibliotheken von Tebis kamen ihm da sehr gelegen. Die Tebis-Implementierung richtete bei Merima Werkzeugbibliotheken und Standards ein. «Wir haben alles einmal mit viel Arbeit und Verstand durchdacht und sauber hinterlegt. Jetzt läuft alles korrekt und schnell ab. Und unsere Bibliothek wächst täglich», betont Wind. In den Werkzeugbibliotheken sind bei Merima beispielsweise die real genutzten Werkzeuge und ihre Daten mit erprobten Herstellerparametern und originalen Schnittwerten zentral gespeichert. So können Mitarbeiter einfach und wiederholsicher auf sie zugreifen.
Ausserdem wurden Werkzeuggruppen eingerichtet, sodass jede Maschine auf den ersten Positionen die gleichen 30 Werkzeuge besitzt. Der Vorteil: 100-prozentige Verfügbarkeit. Das erleichtert die Auswahl und den Wechsel deutlich und spart Zeit. Zudem müssen sich weder Programmierer noch Maschinenbediener im Vorfeld darüber Gedanken machen, ob ein Werkzeug zum gewünschten Zeitpunkt tatsächlich vorliegt.
Die Tebis-Implementierung erstellte für Merima auch speziell zugeschnittene Post­prozessoren, um die Prozesssicherheit zu er­höhen. Bei den ersten drei Projekten war der Teamleiter noch sehr misstrauisch, ob die Werkzeugwege auch richtig ausgegeben werden. Aber bald war ihm klar: Das funktioniert einwandfrei. «Mit Tebis haben wir unseren gesamten Produktionsablauf verbessern können, wir sind schneller und flexibler geworden, ­fertigen effizienter und sicherer. Das geht vor allem dank der hohen Durchgängigkeit der Software, die so sonst keine andere bietet», zieht Björn Wind sein Fazit.