Juni

SENSOR+TEST, Nürnberg

Internationale Fachmesse für Sensorik, Mess- und Prüftechnik
26. bis 28. Juni
www.sensor-test.com

AMB, Teheran

Fachmesse für Metallbearbeitung
26. bis 29. Juni
www.ambiran.com

August

topsoft, Zürich

Business Software und IT-Infrastruktur Messe
28. und 29. August
www.topsoft.ch

Sindex, Bern

Treffpunkt der Schweizer Technologiebranche
28. bis 30. August
www.sindex.ch

September

TeleNetFair, Luzern

Schweizer Messe für Kommunikations-, Netzwerk-, Mess- und Verkabelungstechnik
4. bis 6. September
www.telenetfair.ch

AMB, Stuttgart

Internationale Messe für Metallbearbeitung
18. bis 22. September
www.messe-stuttgart.de/amb

Experience Additive Manufacturing, Augsburg

Internationaler Multi-Location-Event für Additive Fertigung
25. bis 27. September
www.experience-am.com

Oktober

ILMAC, Lausanne

Fachmesse für Prozess- und Labortechnologie
3. und 4. Oktober
www.ilmac.ch

Peter Boeni: «Die BLE.CH soll Branchenplattform für die Metall- und Stahlbearbeitung sein.»

Neue Technologie­fachmesse

BERNEXPO AG
Mingerstrasse 6
CH-3014 Bern
www.ble.ch

Die BLE.CH ist eine neue Technologiefachmesse für die Metall- und Stahlbearbeitung in der Schweiz. Sie findet vom 5. bis 7. März 2019 in Bern statt. Wir sprachen mit Peter Boeni, Manager Business Development BERNEXPO AG, über die neue Fachmesse.

Herr Boeni, warum jetzt noch eine weitere Industriemesse auf dem Messeplatz Schweiz?
Die BLE.CH ist die neue Technologiefachmesse für die Metall- und Stahlverbearbeitung in der Schweiz, wo die ganzheitliche Fertigung und die indirekten Prozesse der Blechbearbeitung im Fokus stehen. Wir sind inhaltlich nahe an der EuroBlech und BlechExpo, einfach auf den Werkplatz Schweiz bezogen.

Es ist heute ja nicht mehr einfach, eine neue Messe zu lancieren. Wie kamen Sie zu diesem Entscheid?
Wir haben uns als BERNEXPO mit der erfolgreichen SINDEX und dem attraktiven und gut gelegenen Messeplatz Bern im Umfeld der industriellen Fachmessen ein gutes Image am Markt aufgebaut. Zuerst hegten wir Gedanken, in Zusammenarbeit mit der Landesmesse Stuttgart im Moulding-Bereich etwas zu bewegen. Durch die vielen Gespräche am Markt kamen wir dann zur Kenntnis, dass die Themen Schneiden, Schweissen, Schleifen zurzeit in der Schweiz nur als komplentäres Thema in den bestehenden Messen integriert sind.

Wie war die Vorgehensweise, um an diese Stimmen vom Markt zu kommen?
Wir haben nach der Business Methode Canvas gearbeitet, wo die Stimme der potenziellen Kunden im Fokus stehen. Zuerst haben wir uns intern in einem Kernteam Gedanken über eine neue Industriemesse gemacht und in einem Workshop Hypothesen aufgestellt. In einem zweiten Schritt haben wir mit wichtigen Opionion Leaders aus der Branche und Verbänden gezielte Interviews geführt. In einem weiteren Schritt haben wir zusammen mit Key Player aus der Branche (dem heutigen Founder’s Club) an einem gemeinsamen Workshop Lösungen entwickelt, die wir nun mit der Lancierung der neuen Messe BLE.CH ab Anfang Februar am Markt testen werden.

Was motiviert Sie, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen?
Die Partnerschaft mit allen relevanten Verbänden, über zehn an der Zahl, und den wichtigsten Key Player aus der Industriebranche an Bord ist Motivation genug, dass wir mit dem Nischenprodukt BLE.CH auf dem richtigen Weg sind. Seit der Bekanntgabe der BLE.CH, als wir Ende Mai im wahrsten Sinn des Wortes mit der legendären «Blechkiste» JU-52 abgehoben sind, spüren wir einen grossen Rückhalt in der Branche sowie ein signifikantes Interesse bei potenziellen Ausstellern.

Wo heben Sie sich ab von den bestehenden Technologiefachmessen in der Schweiz?
Die BLE.CH ist eine spezialisierte Fachmesse für die Metallindustrie und das metallverarbeitende Gewerbe in der Schweiz. Deshalb zeigt die BLE.CH als einzige Messe in der Schweiz sowohl die direkten als auch die indirekten Produktionsprozesse der Blechbearbeitung und ergänzt diese durch ein Angebot mit diversen relevanten Querschnittsthemen (siehe Grafik).
Mit anderen Worten, bei der BLE.CH wird man keine Werkzeugmaschinen, keine Wendeschneideplatten und keine «Spänler» sehen.

Welche Besucherzielgruppen sprechen Sie an?
Die BLE.CH richtet sich an ein kompetentes Fachpublikum aus der Schweiz und dem angrenzenden Ausland. Sie wendet sich an Spezialistinnen und Spezialisten der Blechbearbeitung aus kleinen und mittleren Betrieben sowie aus Grossunternehmen. Die BLE.CH spricht Besucherinnen und Besucher aller relevanten Unternehmensbereiche an: Kon­s-trukteure, Produktions- und Fertigungsleiter, Qualitätsmanager, Einkäufer, Handwerker, Technische Direktoren, Mitglieder der Geschäftsleitung sowie Experten aus Verbänden und der Forschung aus folgenden Branchen:
–    Stahl-, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau
–    Automobil- und Railindustrie, Luftfahrt sowie Zulieferer
–    Hersteller von Metallerzeugnissen
–    Schlosser, Spengler, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik
–    Planungs- und Ingenieurbüros
–    Baugewerbe
–    Chemische Industrie, Rohrleitungs- und Behälterbau, Energie- und Wasserversorgung
–    Werkhöfe, öffentliche Hand und Betriebsunterhalt

Hatte die Verschiebung der Messen Prodex und Swisstech in den Mai 2019 Auswirkungen auf die BLE.CH, die ja ursprünglich ebenfalls im Mai 2019 geplant war?
Die für den Markt und auch für uns überraschende Verschiebung der Prodex/Swisstech in den Mai 2019 hat bei uns einiges Kopfzerbrechen ausgelöst. Wir haben uns ja im Vorfeld in den Gesprächen mit den Exponenten der Branche entsprechende Gedanken über das Durchführungsdatum gemacht, dies in Abstimmung mit dem internationalen Messekalender insbesondere im Blechumfeld. Wir suchten in Absprache mit unseren Gründungsmitgliedern nach neuen Lösungen, wo wir uns dann auf die Vorverlegung auf Anfang März entschieden.

War eine Zusammenarbeit mit den Messen Prodex und Swisstech ein Thema?
Wir haben uns in der Tat zusammen mit unseren Gründungsmitgliedern mit dieser Frage beschäftigt und auch den Kontakt zur Messe Schweiz gesucht und Gespräche geführt. Aus verschiedenen Gründen kam es aber zu keiner Partnerschaft.

Ab welcher Anzahl Aussteller und Besucher sprechen Sie bei der Erstdurchführung der BLE.CH von einem Erfolg?
Unsere Marktanalysen zeigen uns ein Potenzial von mindestens 150 Ausstellern und rund 5000 Besuchern. Wir wollen eine Art Nischenprodukt für die Blechbearbeitung in der Schweiz anbieten, qualitativ hochstehend, wo der «Geruch» nach Schweissen und Handwerk erlebbar gemacht wird. Dabei ist die EuroBlech unser Benchmark – einfach auf die Verhältnisse der Schweiz bezogen.

Swissmechanic hat für die praktisch gleichen Aussteller eine neue Messe «Industrialis» lanciert, die ebenfalls in Bern stattfinden wird?
Diese Entwicklung auf dem Schweizer Industriemessemarkt kam auch für uns überraschend. Da die neue Messe als Gastmesse auf unserem Messeplatz durchgeführt wird, konnten wir unseren Einfluss auf die Nomenklatur ausüben. Dadurch konnten die Themen der Blechbearbeitung – die wir für unsere BLE.CH beanspruchen – bei der Industrialis ausgeschlossen werden. Mit anderen Worten aus Sicht der BERNEXPO, wir haben lieber den Spatz in der Hand als auf dem Dach. Hinzu kommt, dass wir uns mit der Eigenmesse BLE.CH in einem Nischenprodukt bewegen, wo wir den ganzen Fertigungsprozess in der Blechbearbeitung aufzeigen. Erste Signale vom Markt und unserer Partnerverbände stimmen uns sehr positiv!

Herr Boeni, vielen Dank für das Gespräch.